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Theatergruppe „spielART“ zeigt "Elling" |
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Mittwoch, den 04. Januar 2012 um 14:38 Uhr |
Die beiden neurotischen Helden Elling und Kjell Bjarne sollen wieder in die „normale“ Gesellschaft eingegliedert werden.Ladenburg. Nach „King Kongs Töchter“ (2009) von Theresia Walser und „Top Dogs“ (2010) von Urs Widmer zeigt die Theatergruppe „spielART“ am 17. und 18. Februar (jeweils 20 Uhr) sowie am 19. März (17 Uhr) im Domhofsaal als Inszenierung das Stück „Elling“ von Axel Hellstenius. Das Stück nach dem Roman „Blutsbrüder“ von Ingvar Ambjørnsen ist die dritte Inszenierung der Gruppe, die derzeit aus Amateurschauspielern und Theaterpädagogen aus Ladenburg, Heidelberg und Leutershausen besteht. Für Elling und seinen Freund Kjell Bjarne sind die alltäglichen Probleme, mit denen sie nach der Entlassung aus der psychiatrischen Klinik konfrontiert werden, eine echte Herausforderung. Elling lebte jahrelang unter der Diktatur seiner verstorbenen Mutter, neigt zu Übertreibungen jeder Art, ist besserwisserisch, schnell beleidigt und sehr ängstlich. Selbst ein klingelndes Telefon empfindet er als Bedrohung. Kjell Bjarnes Welt ist bescheiden und übersichtlich. Er verfolgt mit stoischer Hartnäckigkeit die zwei großen Interessen seines Lebens: Essen und endlich Sex mit einer Frau haben. Um die beiden neurotischen Helden wieder in die „normale“ Gesellschaft einzugliedern, stellt ihnen der norwegische Staat eine Wohnung und den Sozialarbeiter Frank, der ihnen mühsam ein paar Regeln beibringt: telefonieren, einkaufen, ausgehen. Nach anfänglichen Katastrophen und einigen emotionalen Krisen entwickeln die beiden aber tatsächlich Spaß am Leben „draußen“. Als Kjell Bjarne eine Frau kennen lernt - sie fällt ihm im Treppenhaus sturzbetrunken und hochschwanger vor die Füße - entdeckt Elling seine Liebe zur Poesie und verfasst eigene Gedichte, die er in Sauerkrautpackungen versteckt und anonym in Supermärkte einschmuggelt. Darsteller: Ferdi Abbate, Gerald Glombitza, Christiane Daubenberger, Artur Franz, Sebastian Lausen, Heidi Rathers-Döring, Merrit Wagener, Gabrielle Poitevin. Regie: Birgit Podhorny. Eintritt: 13/10 Euro. (red/Foto: Matthias Weber)
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