Mittwoch, 08. Februar 2012
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Trotz Lärmmessung: "Vieles bleibt, wie es als legendär bezeichnet wird" PDF  | Drucken |  E-Mail
Geschrieben von: Joachim Hofmann   

b-altstadt-imissionb-altstadt-imissionNicht das einzelne, kurze Feedback eines Mikrophones, und auch nicht der Tusch der Kapelle mit kurzfristigen Spitzenpegeln 92 dB, sondern die Gesamtlautstärke über den gesamten Veranstaltungszeitraum auf dem Marktplatz soll beim kommenden 37. Altstadtfest gemessen werden, damit die Gesamtbelastung von 85 dB(A) nicht überschritten wird.

Dies ist das Ergebnis eines gerichtlichen Vergleiches, der mit zwei Anwohnern erzielt wurde, erläuterte Bürgermeister Rainer Ziegler am Mittwoch vor der Presse. (Zum Vergleich: eine angeregte Unterhaltung schlägt bereits mit einen Wert um 75 dB zu Buche, die Intensität einer Autohupe wird mit 110 dB veranschlagt, und in der Diskothek werden Werte bis zu 120 dB gemessen). „Auch mit dem Vergleich werden wir ein tolles Altstadtfest bekommen“, ist sich der Rathauschef sicher.

Zuständig für die Messung und die Einhaltung der Pegel und die fortlaufende Dokumentation ist das Ludwigshafener Ingenieursbüro Genest und Partner. Messpunkte seien das Mischpult in der Mitte des Marktplatzes sowie das der Bühne am nächsten gelegenen Fenster im ersten Obergeschoss einer Apotheke am Marktplatz. Gemessen würden nur die Bühnenbeiträge.

Bereits 2008/2009 sind Messungen durchgeführt worden, bei denen sich zumindest die Befürchtung der Kläger, die Gebäude könnten durch den Schalldruck Schaden nehmen, sich nicht bestätigt hätten, so Roland Jöckel von Genest und Partner. Davon sei auch anderen Ortes nichts bekannt. Zudem sei die Bühne mit Schallschutzvorhang und Schwingungsdämpfern ausgestattet.

Im vergangenen Jahr seien durchschnittlich 82 dB gefahren worden, erläuterte Ziegler, dies sei eindeutig zu leise gewesen. Ein "Feiergefühl" habe dabei nicht entstehen können. „Das Altstadtfest bleibt der Publikumsmagnet, mit dem wir immer noch sehr glücklich sind, vieles bleibt, wie es von allen geschätzt und als legendär bezeichnet wird“, so Ziegler abschließend. (Fotomontage)
 

Kommentare  

 
# Billie 2010-07-08 17:48 Hallo zusammen,

abgesehen davon dass ich es kleingeistig finde ein solch tolles Fest verhindern zu wollen und die Stadt Ladenburg vor Gericht zu zerren, würde es mich mal interessieren was die klagenden Parteien glauben davon zu haben Ladenburg unattraktiver zu machen. Denn das tun sie. Das Altstadtfest ist überregional bekannt und somit auch die Stadt. Wenn die Besucherzahlen in Ladenburg wieder weniger werden leidet über kurz oder lang die komplette Infrastruktur der Stadt darunter und somit auch Geschäftsleute und Bürger.
Aber ich muss ja nicht alles verstehen.
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